Newsletter – die Herausforderung annehmen

Weiterlesen

Newsletter gehören zu den beliebtesten Werbeinstrumenten im Online-Marketing. Doch nicht zuletzt infolge der Mailflut, die uns täglich beim Öffnen unserer Mailbox erwartet, werden diese oft ungelesen gelöscht. Der Empfänger entscheidet innerhalb Sekunden, welche Mails er liest und welche nicht. Innerhalb kürzester Zeit muss ein Interesse beim Empfänger geweckt werden. Eine grosse Herausforderung. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag in Kurzform, worauf es bei der Umsetzung redaktionell, technisch und juristisch ankommt. Damit Sie die Herausforderung annehmen- und durch ein erfolgreiches E-Mail Marketing an Kundenbindung und Imagebildung zulegen können.

Ein beliebtes Marketinginstrument

Newsletter versenden ist eines der beliebtesten Marketinginstrumente überhaupt. Schliesslich erreicht man mit geringen Kosten schnell und einfach seine Kunden und mögliche Kunden und kann diesen seine Dienstleistungen oder Produkte schmackhaft machen – das denken viele. Doch ganz so einfach ist es halt dann doch nicht – wie Sie sicher schon vermutet haben. Wer nicht nur Newsletter verschicken möchte damit sie verschickt worden sind, sondern auch erreichen will, dass diese gelesen werden und die Ziele erreicht werden, der hat seine Hausaufgaben gut zu machen. 

Planung

Eine gute Planung ist für eine erfolgreiches Newslettermarketing unabdingbar. Stellen Sie sich folgende Fragen: 

  • Was möchte ich mit meinem Newsletter bezwecken? -> Inhalte nach dieser Zielsetzung entwerfen
  • Wie oft versende ich meinen Newsletter? -> Frequenz des Newsletters festlegen und diese zukünftig auch einhalten
  • Habe ich Ressourcen, selber die Inhalte in einer guten Qualität zu gestalten oder brauche ich externe Hilfe? -> ggf. Texter/in oder Onlinemarketing-Spezialisten herbeiziehen
  • Sind die inhaltlichen Zuständigkeiten geregelt? -> Wer definiert die Themenpunkte (Redaktionsplan erstellen), wer ist für die Bilder und Texte verantwortlich etc.
  • Wer kümmert sich um die Technik?  -> Welche Software, technischer Versand, wer stellt die korrekte Darstellung des Newsletters sicher, wer betreibt die Erfolgskontrolle?
  • Halten wir die gesetzlichen Richtlinien ein? -> Schreiben wir nur eingewilligte Empfänger an, ist der Adressstamm aktuell? Funktionieren die An-Abmeldeformulare?

Ja kein Schrotflinten-Prinzip

So gross die Verlockung ist, möglichst viel gesammelte oder gar eingekaufte E-Mail-Adressen mit Ihrem Newsletter zu beglücken, es ist kontraproduktiv und kann Ihnen sogar schaden. „Permission Marketing“ ist hier wohl das richtige Stichwort. Das heisst, dass Sie nur Empfänger anschreiben, die ausdrücklich eingewilligt haben, Ihren Newsletter empfangen zu wollen. Dies lösen Sie beispielsweise durch ein Formular auf der Website oder durch eine Kontrollbox im Stil von „hiermit melde ich mich für den Newsletter an“ z.B. beim Kauf eines Produktes oder bei einer Kontaktanfrage. Ebenso zwingend ist es, dem Empfänger eines Newsletters bei jedem E-Mail die Möglichkeit zu bieten, sich wieder vom Newsletter abmelden zu können. 

Gesetzliche Vorschriften einhalten

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angedeutet wurde, ist der Newsletterversand gesetzlichen Regelungen unterworfen. Grob zusammengefasst ist der Newsletterversand folgenden 3 Regelungen unterworfen: 

  • Ausdrückliche Einwilligung des E-Mail-Empfängers muss vor dem Versand vorliegen
  • Der korrekte E-Mail-Absender muss genannt werden und für den Empfänger eindeutig bestimmbar sein
  • Bei jedem versendeten Newsletter muss der E-Mail-Empfänger über eine einfache und kostenlose Möglichkeit verfügen, sich vom Newsletter abzumelden

Diese drei Punkte stellen nur die Hauptbedingungen für den korrekten Versand eines Newsletter dar. Die Einzelheiten zur Gesetzgebung können Sie hier nachlesen. 

Content is King

Zweifelsohne entscheiden Gestaltung und Inhalt darüber, ob Ihr Newsletter gelesen wird oder in der grossen Flut von Mails untergeht und ungelesen gelöscht wird. Einen vollständigen Leitfaden zur korrekten visuellen und textlicher Gestaltung hier zu veröffentlichen, würde den Rahmen sprengen. Doch die wichtigsten Grundsätze möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: 

  • Keine Selbstbeweihräucherung der eigenen Firma, sondern für den Leser interessante Inhalte schreiben
  • Dem Empfänger einen Mehrwert bieten (Aktionen, wertvolle Tipps und Ratschläge, Wettbewerbe etc.)
  • Keine langen Texte, sondern lediglich Artikel anreissen und mit einem „weiterlesen“ Link bestücken
  • Verwendung von Bildern um die Texte aufzulockern und Abläufe oder Funktionen zu visualisieren
  • Die Betreffzeile entscheidet oft darüber, ob der Newsletter gelöscht oder gelesen wird, deshalb diese möglichst attraktiv gestalten
  • Sie müssen das Interesse des Lesers wecken, seien Sie sich dessen immer bewusst
  • Weniger ist  mehr: Kurze, spannendes und prägnante Sätze verwenden, der Zielgruppe angepasste Formulierung wählen

Die richtige Software

Entscheiden Sie sich für die richtige Software, um Newsletter zu bewirtschaften. Es gibt eine ganze Fülle von Tools, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Zentraler Punkt ist, seine Anforderungen an die Newsletterlösung genau zu definieren und anhand dieser Anforderungen sich dann auf die Suche nach dem richigen Tool zu machen. Und nicht umgekehrt, sich nach einem zufällig angetroffenen Newsletter-Tools zu richten und dieses dann zu verwenden. Die Vorstellung und Bewertung diverser Newsletter-Lösungen ist ein Thema für sich, wir beraten Sie aber gerne und helfen Ihnen, Ihre Anforderungen mit den richtigen Fragen zu definieren und mit Ihnen zusammen ein geeignetes Produkt zu evaluieren.

Erfolgskontrolle

Der grösste Vorteil des Online-Marketings gegenüber dem Offline-Marketing ist wohl die Messbarkeit. Gegenüber z.B. Briefwerbung, Plakaten, Kinowerbung oder Zeitungsinseraten, wo man lediglich von Schätzwerten ausgehen kann, können wir beim Newsletter, wenn dieser technisch richtig integriert wurde, fast beliebig viele Auswertungen machen. Z.B. wieviele E-Mails wurden …

  • ungelesen gelöscht
  • geöffnet
  • geöffnet und auf einen Link innerhalb des E-Mails gecklickt
  • mehrmals geöffnet und angeklickt
  • usw.

Die Auswertungen können sogar auf die einzelnen Empfänger heruntergebrochen werden, was z.B. eine Chance für Retargeting-Massnahmen bietet. Nebst der Auswertung, wie gut Ihr Newsletter bei den Kunden angekommen ist, können Sie anhand der Klick-Statistiken sogar sehen, welche Beiträge beliebt waren und welche nicht. Hier bedarf es natürlich dass Sie entsprechend Inhalte nur mit einem Anriss des Inhalts anpreisen und zum weiterlesen z.B. auf Ihre Website direkt zum entsprechenden Artikel verweisen. 

Fazit

Einen Newletter zu schreiben, der seine Ziele erreicht und bei den Kunden ankommt ist eine Herausforderung. Wer auf Newsletter als Marketinginstrument setzt, muss diesen gut planen und die notwendigen Ressourcen dafür einrechnen. Man muss sich unweigerlich mit Technik, seiner Zielgruppe, dem Gesetz und einer realistischen Planung auseinandersetzen. Dafür bekommt man von seinen Kunden aber auch etwas zurück und sorgt für eine gute Pflege seines Images und vermittelt Professionalität.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema haben oder wir Sie unterstützen können, zögern Sie nicht einen Kommentar zu hinterlassen oder uns zu kontaktieren. Wir sind für Sie da!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.