Besucher interessieren sich für grossartige Geschichten – #storytelling

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Ein brandheisses Thema im 2014 hat mit dem Begriff #storytelling zu tun. Immer mehr grosse Brands setzen auf eine Geschichte, um ihr Produkt oder ihre Dienstleistung besser anzupreisen. Doch bringt eine Kampagne mit Einsatz des #storytelling wirklich mehr und wenn ja, weshalb?

Eintönige und 08-15 Online-Werbung

Um den Trend zur geschichtenerzählenden Online-Werbung besser zu erklären, müssen wir bei der gegenteiligen Werbung – wir nennen es jetzt mal 08-15 Werbung – beginnen. Gerade zu den Anfängen des Internets bis einige Jahre in das 21. Jahrhundert hatte die 08-15 Werbung im Internet ein Hoch und wurde von vielen Unternehmen eingesetzt, um Produkte und Dienstleistungen anzupreisen. Man hat mal schnell einen Banner für eine Displaykampagne erstellt und publiziert, über Google AdWords eine Suchmaschinen-Kampange gestartet und vieles mehr. Jedoch sind solche Kampagnen meist kaum wirklich koordiniert von A-Z durchdacht und durchgeführt worden. So sind zwar zum Beispiel die Banner toll gelungen und haben ein gutes Image der Firma gezeigt, doch war die Landingpage meist völlig das Gegenteil davon. Von einem spannenden und «Lust auf mehr» machendem Banner ist man häufig auf einer ziemlich langweiligen und öden Firmen-Website gelandet, wo die Lust nach mehr ziemlich schnell im Boden versickerte. Auch bei Klicks von Werbebanner-Slogans und -Werbesprüche mit Inhalten wie «innovative Technologien», «neue Produktionsverfahren» oder schlicht «neu» oder «erstmalig» haben einen oft auf etwas angestaubte Websites geführt.

«Technologisierung»

Die zunehmende «Technologisierung» und die vielen weiteren Möglichkeiten des Internets, die in den letzten Jahren entstanden sind, aber auch das Bewusstsein, dass sich gute Online-Auftritte durchaus monetarisieren lassen, ändern vieles.

Doch beginnen wir bei der Technologisierung. Grundsätzlich benötigt es immer zuerst eine Technologie, die zum Beispiel neue Produktionsmethoden erlauben, mit derem Einsatz ein Produkt schlussendlich für das Unternehmen gewinnbringend ist. Ohne die Erfindung und den Einsatz der Fliessbandarbeit und dem Auto als Massenprodukt, hätte Henry Ford nie Erfolg gehabt. Und genau dies ähnelt doch sehr dem Trend zum Geschichtenerzählen im Internet, da erst einmal der Grundstein gelegt werden musste und erste grosse Unternehmen mit einer innovativen Kampagne ein Exempel statuiert haben. Die inzwischen auch schon mehrjährig genutzte Technologie des Web 2.0 hat es endlich ermöglicht, eine interaktive Website einer grossen Zielgruppe anzupreisen. Nicht so wie zu Zeiten, wo man für interaktiven Inhalte Flash verwenden musste, was bei weitem nicht auf jedem Gerät angezeigt werden konnte und somit nur wenige Personen erreicht werden konnten. Die heutige Internettechnologien erlauben den Einsatz von beinahe unbegrenzter Interaktivität mit der Möglichkeit zur Erreichung einer grossen Zielgruppe.

#storytelling

Dass die Zeiten für langweilige Web-Presänzen und eintönigen Produktekampagnen auch im Internet vorbei sind, ist unumgehbar. Um nicht in der Masse einer stetig wachsenden Konkurrenz unter zu gehen, ist es für jedes Unternehmen mit Zukunftsaussichten Pflicht, im Internet eben eine Geschichte zu erzählen. Die Unternehmens- bzw. Produktegeschichte erzählt dem Besucher, weshalb genau diese Firma das bietet, was er möchte oder dass er genau dieses Produkt unbedingt haben muss. RedBull zum Beispiel hat im Grossen und Ganzen „nur“ den Energy Drink, den sie verkaufen. Doch fädeln sie die Geschichte um dieses Produkt herum so schlau ein, dass es ein Lifestyle Artikel wird und ein «haben muss» – #storytelling eben und inzwischen auch erfolgreich im Internet, nicht nur in Offline-Medien, auf Events usw.

Bringt #storytelling etwas?

 Ja. Produkte und Firmen, die eine spannende bzw. unterhaltsame Geschichte aufzuweisen haben, stechen aus dem Einheitsbrei heraus und werden für den Besucher und für die Kunden fassbar. Bei Produkten und Firmen mit einer Geschichte weiss man, woran man ist. Natürlich spricht nicht jeden jede Geschichte an und es kann unter Umständen auch Kontraproduktiv sein, wenn die Geschichte dem Besucher nicht passt. Doch behaupten wir, dass so viel mehr begeisterte Kunden gewonnen werden können, als dass Kunden verloren gehen. Und die Kunden, die man erreicht und die begeistert sind, sind viel stolzer, Kunden zu sein, da sie nun auch die Geschichte der Firma oder des Produkts kennen.

Kurz gesagt

Alle lieben Geschichten und die Technologie ist inzwischen auch im Internet reif dafür!

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